Japans Fashion Styles – Teil 4 Yami Kawaii

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Bei Japans Fashion Styles denken viele an kawaii, bunt und vielleicht sogar an Lolita. Aber seit kurzem trifft man in Japan immer häufiger auf einen neuen und dabei etwas Angst einflößenden Style. Der Style nennt sich Yami Kawaii und immer mehr japanische Influencer gehen ihm nach. Kein Wunder fällt man im Harajuku Vietel immer weniger auf, wenn man „nur noch Kawaii“ aussieht. 

Will man wirklich gegen die Gesellschaft mit seinem Style rebellieren greift man zu immer neuen Mitteln, zu einer immer krasseren Provokation, gegen die Normen der japanischen Einheit. Aber was genau ist Yami Kawaii und wieso gilt er als neue Provokation und als Angst einflößend?

Was ist Yami Kawaii?

Yami Kawaii provoziert mit zwei der größten Tabu Themen in Japan. Depressionen und Geisteskrankheiten… Yami Kawaii bedeutet dabei soviel wie Krank süß und besticht durch seine Kombination aus Pastell Farben und Schwarz. In diesem Style werden besonders groteske oder medizinische Themen wiedergespiegelt und genau das macht den Reiß für viele bei diesem Look aus. Man kombiniert eigentlich nicht vereinbare Dinge wie süß auszusehen mit Wörtern und Dingen die gegen die Norm Verstößen. Man sieht z.B. Süß aus aber hat einen Strick um den Hals oder man sieht süß aus und trägt ein T-Shirt auf dem „Ich töte dich!“ steht und so verrückt es sich anhört. Aber genau das ist es was Yami Kawaii so bekannt macht.

Bisuko Ezaki und Menhera-Chan

Typisch sind auch die rot umrandeten Augen, als ob man gerade einen heul Krampf gehabt hätte, so Bisuko Ezaki. Er brachte mit seiner selbst ausgedachten Figur Menhera-Chan den Look erst so richtig ins Rollen. Die Entwicklung hinter dem ganzen war, wie man schon vermuten kann, keine besonders schöne. Seine Eltern ließen sich scheiden als er noch zur Kind war, worunter er seine ganze Kindheit gelitten hat. In dieser Zeit musste viele Beleidigungen und Erniedrigungen  ertragen, wodurch sich bei ihm eine psychische Erkrankung entwickelte. Auch die Geschichte hinter Menhera-Chan ist alles andere als schön. Sie ist eine Superheldin die ihre Kraft bekommt indem sie sich selber die Pulsadern aufschneidet. Durch Menhera-Chan und Bisuko posten die Anhänger dieser Bewegung  ihre aufgeritzten Wunden in den Sozialen Medien. Sehr bedenklich auf der einen Seite. Aber auf der anderen Seite hilft ihnen Yami Kawaii das schweigen über ihre Probleme zu brechen, so Bisuko. Er bekommt regelmäßig Nachrichten von Leuten, dass Yami Kawaii und Menhera-Chan sie gerettet haben. So gründete Bisuko inzwischen ein eigenes Geschäft in Tokio, wo man seine Yami Kawaii Mode kaufen kann. Was wir von diesem bitter süßen Style halten sollen wissen wir noch nicht. Einer Seits ist es positiv das Menschen ihre schweigen durch diese Art brechen können. Andererseits ist es furchtbar, dass solche Themen nicht nur in Japan, sondern auch in Deutschland zu Tabu Themen zählen. Deswegen möchten wir euch an dieser stelle weiter helfen, falls ihr oder jemand den ihr gerne mögt davon betroffen ist.

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Eine Depression zu erkennen, ist nicht immer einfach. Wir möchten euch deshalb die App Moodpath ans Herz legen, damit ihr euch einmal selber reflektieren können. Auch nachfolgend findet ihr Hilfestellung und einen Selbsttest.

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