Aufgepasst! Jetzt kannst auch du Quidditch spielen

Quidditch Spieler

Fans zelebrieren ihre Leidenschaft auf die verschiedensten Arten. Egal ob im authentischen Cosplay, beim schreiben von Fanfictions, nachbauen von Film-Szenen mit Lego oder beim ausüben von Sportarten aus Filmen. Eine der dabei eher ungewöhnlichen Sportarten, die Fans ausüben, dürfte Quidditch aus den Harry Potter Filmen sein.

Wer dabei denkt, dass ein paar Spinner sich einen Besen zwischen die Beine klemmen und Harry Potter nach spielen, hat weit gefehlt. Quidditch ist eine Bundesweit organisierte Sportart, mit Meisterschaften und Turnieren, welche weltweit immer mehr Anhänger findet.

Anfangs war Quidditch für „Muggel“ nur ein Spass, welchen sich die Studenten Xander Manshel und Alex Benepe 2005 ausgedacht haben. Doch Quidditch ist ein ernstzunehmender, schneller und kontaktintensiver Sport mit einem komplexen Regelwerk. In Deutschland gibt es sogar den deutschen Quidditchbund. Der Deutsche Quidditchbund e.V. (DQB) widmet sich dem Ausbau und der Organisation in Deutschland und unterstützt seine Mitgliedsteams auf nationaler und internationaler Ebene. In Zusammenarbeit mit engagierten Spielerinnen und Spieler sowie Fans versucht der DQB Quidditch landesweit voranzubringen.

Quidditch-Vereine in Deutschland

Vereine gibt es inzwischen in ganz Deutschland, wobei hier zwischen Vollmitgliedern, Entwicklungsmitgliedern und neu aufgenommenen Mitgliedern unterschieden wird. Vollmitglieder sind dabei als die Etabliertesten anzusehen. Eine aktuelle Liste findest du dabei auf der Webseite des Quidditchbunds. Wie bei vielen Sportarten, die eher ungewöhnlich sind, gilt je größer deine Heimatstadt, desto wahrscheinlicher findest du einen Verein der ein Quidditchteam hat.

Was man zum spiele von Quidditch braucht

Für Quidditch braucht man 16 Spieler und 2 Schiedsrichtern, Gerade am Anfang zu finden ist nicht leicht, solche zu finden. Solltest du in deinem Bekannten und Freundeskreis nicht genügend Spieler zusammenbekommen kannst du dein Glück bei Schulen, Vereinen oder in lokalen Facebookgruppen probieren. Hier findet man schnell Mitstreiter für die ersten Spiele.

Spielen kann man Quidditch am besten auf einem Untergrund wie Rasen oder Sand, da es ein sehr kontaktintensiver Sport ist. Als Besen könnt ihr im Baumarkt einfach ein paar 1m lange Kunststoffrohre (PVC) aus dem Baumarkt nutzen.

Die Bälle

Ganz so gefährlich wie bei Harry Potter sind die Bälle nicht. Als Quaffel lässt sich für den Anfang nahezu jeder Ball verwenden. Am besten kannst du einenVolleyball der Größe 5 verwenden.

Als Klatscher können ebenfalls z.B. Volleybälle genutzt werden, achtet aber darauf, keine zu harten Bälle zu nutzen und das du 3 Stück brauchst. Offiziell werden Dodgebälle (Amazon Link) genutzt, die am günstigsten online gibt bestellt werden können.

Für den Schnatzball wird ein Tennisball in einem Kniestrumpf gesteckt, welcher dann hinten am Hosenbund des Schnatzes befestigt wird.

Die Tore

Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, für den Anfang bewährt haben sich aber Hula-Hoop-Reifen bewährt (Durchmesser 80 cm), die man günstig z.B. bei Tedi und Co bekommt. Diese sind auf drei verschieden hohen Stangen (90/135/180 cm) zu montieren. Auch hier ist im Zweifel der Baumarkt dein bester Freund. Sollte dir das zu sehr Gebastel sein, kannst du die Tore beim Quidditch Bund ausleihen.

Spielprinzip

Zunächst einmal gibt es verschiedene Rollen beim Spiel innerhalb einer Mannschaft, weshalb sich neben den klassischen Leibchen auch Stirnbänder etabliert haben.

  • Drei Jäger (weiße Stirnbänder) versuchen mit dem Quaffel Punkte zu erzielen, indem sie diesen durch einen der drei Ringe des Gegners werfen.
  • Ein Hüter (grünes Stirnband), bewacht als Torwart die eigenen drei Ringe bewacht.
  • Die Zwei Treiber (schwarze Stirnbänder) versuchen die gegnerischen Mannschaft zu stören, indem sie die Klatscher auf diese werfen und die getroffenen Gegner zum kurzzeitigen Rückzug zwingen.
  • Zwei Sucher (goldenes/gelbes Stirnband) versucht ab der 18. Spielminute den Schnatz aus dem Hosenbund des Snitch Runners zu fangen, um somit Punkte zu erzielen und das Spiel zu beenden. Nur die beiden Sucher dürfen den Schnatz fangen.
  • Der „Snitch Runner“ (gelbe Kleidung) mit dem Schnatz im Hosenbund kommt erst in der 17. Spielminute auf das Spielfeld. Der Runner musst sich dabei in Acht nehmen, damit das Spiel nicht früh beendet wird.

Spielverlauf

Vor dem Anpfiff halten sich die Spieler kniend hinter der Startlinie ihrer eigenen Seite auf. Die drei Klatscher und der Quaffel liegen auf der Mittellinie des Spielfelds.

Die Partie beginnt mit dem „Brooms Up!“ des Schiedsrichters, wonach die Spieler (mit den zwischen die Beine geklemmten Besen) auf die Mittellinie zu rennen. Wenn ein Spieler von einem Klatscher getroffen wird, gilt dieser als ausgeknockt. Er muss den von ihm festgehaltenen Ball fallen lassen, zurück zu den eigenen Reifen laufen und einen dieser berühren, bevor er wieder aktiv ins Spielgeschehen eingreifen darf.

Wird ein Tor erzielt, zeigt der Hauptschiedsrichter dies durch zwei nach oben gestreckte Arme an, wobei die Spielzeit weiter läuft. Der Ball wird durch den Torwärter in der Hüterzone wieder „lebendig“ gemacht, sobald dieser den Quaffel berührt. Die ein Tor erzielende Mannschaft erhält 10 Punkte.

Nach 17 Minuten Spielzeit wird der Snitch Runner auf das Spielfeld geschickt, welcher ab Minute 18 von den beiden Suchern gejagt wird. Zieht einer der beiden Sucher ihm den Schnatz aus dem Hosenbund, beraten sich die Schiedsrichter, ob der Fang rechtmäßig war. War er es nicht, läuft das Spiel weiter. War er es, ist das Spiel beendet und die Mannschaft des jeweiligen Suchers erhält 30 Punkte.

Die Mannschaft, die bei dem durch das Fangen des Schnatzes herbeigeführten Ende des Spiels die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Mehr zu Quidditch

Mehr zu Quidditch findet man bei Youtube, Facebook oder der Webseite des deutschen Quidditchbunds.

Über Bastian Kerk

Mein Name ist Bastian Kerk. Ich bin Webentwickler, Otaku und langjähriger Blogger. Seit Ende 2013 schreibe ich hier regelmäßig über meine Erfahrungen auf Cosplay Conventions und gebe Tipps zum Thema Cosplay. Inzwischen hat mich die Cosplay Welt so begeistert, dass ich selber diese Leidenschaft ausübe Bastian Kerk eine eigene Cosplayer Seite bei Facebook eingerichtet habe.

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