Japans Fashion Styles – Teil 2 Harajuku Kei

sweet harajuku descora style

Harajuku Kei ist wohl einer der auffälligsten Fashions Styles aus Japan. Wie die Lolita Mode lässt sich dieser aber nicht so gut charakterisieren.

Er ist eher als ein Überbegriff oder Mix verschiedener Styles, unter dem auch die Lolita Mode fallen kann, zu verstehen.

Seinen Ursprung hat der Syle dabei in den frühen achtziger Jahren. Im Westen hat er dabei, unter anderem durch die Sängerin Gwen Stefani, erst um das Jahr 2000 immer mehr Beachtung gefunden.

Seinen Namen hat der Fashion-Look dabei durch das Stadtviertel rund um den Bahnhof Harajuku, in der japanischen Hauptstadt Tokio, bekommen.

Am Anfang haben eher Junge Leute, mit diesen einzigartigen und besonders farbenfrohne Outfits auf die Straßen Tokios begeben. Es war ihr Ausdruck zu sagen, dass sie nichts auf die Mainstream-Mode geben und das sie sich kleiden wollen, wie sie es wollen.

Harajuku ist dabei eine Bewegen gegen die strikten Regeln und den Druck in die Norm zu passen, welcher besonders in Japan sehr hoch ist. Im Gegensatz zum Punk protestieren die Träger aber nicht gegen die Kommerzialisierung der Kleidung von der Stange, sondern sie tragen einfach was ihnen selber gefällt.

Wer bei diesem Fashion-Outfits denkt, dass diese nur Trends sind, hat hierbei weit gefehlt. Entgehen vieler anderer Fashion-Trends hat sich Harajuku bis heute etabliert.

harajuku fan hinter maske

Typisch für Harajuka-Fashion

Wie bei vielen Formen der Street Fashion lässt sich Harajuku nicht so leicht beschreiben, da jedes Outfit einzigartig ist und zu dem jeweiligen Träger passen muss. Trotzdem haben wir für versucht, ähnlich wie bei der Lolita-Mode, einen Gemeinsamen Nenner beim Harajuku-Stil zu finden.

kombiniere unkombinierbares

Modisch ist erst einmal alles erlaubt, was du dir vorstellen kannst. Eines haben aber alle Outfits gemeinsam. Kombiniert werden quasi (un)passend Dinge, wie tradinionell japanische- mit moderner westlicher-Kleidung, Schulmädchen mit Punk oder Gothik mit Designerklamotten. Hierbei solltest du immer bedenken, dass dein Outfit deine Persönlichkeit widerspiegeln sollte. Was auch beim Selbstbewusst sein hilfreich sein wird!

Zwibelprinzip...

Folge dem Zwibelprinzip und trage viele Kleidungsstücke übereinander. Pullis, Westen oder Jacken werden über Shirts oder Blusen getragen, Kleider mit Leggins, usw. das hilft dir die Styles zu mischen und dein Outfit interessanter zu gestalten.

Pimp your Dress

Second Hand Klamotten und DIY sind in Harajuku sehr beliebt. Ein interesannter Schnitt kann dabei selbst ein einfaches Blumenkleid interessanter gestalten. Probiere es doch einmal selber aus!

Accessoires

Je ausgefallener und auffälliger, desto besser! Gürtel, Ohrringe, Haarclips, Schmuck und Handtaschen. Zubehör kann bunt und auffällig sein und muss nicht zu deiner Kleidung passen.

Der Substil Decora, legt übrigens extrem viel Wert auf diese. So findet man bei diesem Style nicht nur Accessoires von Kopf bis Fuß. Manche versehen es auch mit Glöckchen, damit wirklich jeder auf das eigene Outfit aufmerksam wird.

decora
typischer Decora Anblick

Kein Halten

Auch auf das Thema Haare und Make-up wird großen Wert gelegt. Beliebt sind niedlichen Frisuren wie Zöpfe, gefärbte Haare und fast schon unnatürliches Make-up.

 

harajuku makeup

keine Frauen Sache

Solltest du denken, dass Harajuku nur etwas für Frauen ist hast du weit gefehlt! Natürlich gibt es Outfits wie Gothik Lolias die eher Frauen ansperchen. Die Mode ist aber geschlechtsneutral und es geht hierbei schlicht darum, dass zu tragen was dir gefällt.

selbstbewusstes Auftreten

Wie bei jedem Outfit was gegen die Norm verstößt, so wirst du außerhalb von Harajuku, in diesem Style, die Blicke auf dich ziehen. Solltest du also mal auf verständnislose Blicke stoßen, so lächle einfach freundlich und lasse dich nicht beirren.

Sollten fragen nach einem Foto kommen, dann posiere für sie! Die Leute in Harajuku sind nämlich stolz auf ihren Modegeschmack, also solltest du es auch sein können!

Mach dir also nicht zu viele Gedanken darüber, was andere denken. Auch wenn sie dich für verrückt halten oder du von Japanern als „gaijin“ (Außenseiter, Ausländer) beschimpft wirst, lasse dich nicht beirren, denn du trägst deinen Style, der dir gefällt und das ist gut so!

harajuku street style
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Über Bastian Kerk

Ich bin Sebastian, Gründer eines Startups und Blogger. Ich bringe Menschen japanische Subkulturen näher und helfe ihnen diese zugänglich für sich zu machen. Inzwischen hat mich die Cosplay-Welt selber so begeistert, dass ich dieser Leidenschaft, unter dem Künstlernamen Bastian Kerk nach gehe.

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