Psychopass wird zur Realität in China

Psychopass China

China hat in einem Pilotprojekt mit 40 chinesischen Kreisen und 20 Städten bereits vor einiger Zeit den sogenannten Social Score eingeführt. Ähnlich wie im Anime Psychopass wird das soziales Level der Bürger, in den betroffenen Regionen, bestimmt. Sicher ist es noch nicht so krass wie im Anime. Aber das Pilotprojekte, neue Entwicklungen und das Verhalten einiger Bürger, welche versuchen das System zu umgeben, zeigen doch eine erschreckende Entwicklung. Die leider schon viel zu sehr Realität als bloße Fiktion ist.  

 

Die Welt berichtet, dass der Pekinger Staatsrat dieses System nämlich ab 2020 flächendeckend einführen wird.

Wie genau die Punktevergabe abläuft, ist allerdings alles andere als transparent. Es gibt allerdings schon ein paar Dinge, die öffentlich bekannt sind. So startet jeder Bürger mit einer Punktzahl und wird je nach Verhalten belohnt oder abgewertet. Positiv wirken sich ein verantwortungsvoller Umgang Schulden oder das spenden von Blut aus. Negativ wirken sich hingegen Fehlverhalten im Straßenverkehr, unmoralisches Benehmen oder häusliche Gewalt aus. Einige dieser Punkte werden auch auf Dinge vergeben, die bis in die Privatsphäre hineinreichen.

Geliefert werden diese Daten von mehr als 20 Behörden, von der Geburtenkontrolle, dem Gesundheitsamt sowie der Polizei entsteht so mehr und mehr der gläserne Bürger.

Die Regierung erhebt die Daten ähnlich dem deutschen Bonitätssystem, nur eben mit einer zusätzlichen sozialen Komponente und für mehr als bloße Kreditvergabe. Je besser die Bonität eines Bürgers ist, je niedriger kann er beispielsweise einen Kredit bekommen. Dies ist auch in Deutschland nichts Neues, wäre da nicht die soziale Seite, die neben den zusätzlichen Bewertungskriterien auch auf andere Dinge für Chinas Bürger einen Einfluss nimmt. So kann sich ein mangelhafter Punktestand schlecht auf eine Beförderung in einem städtischen Amt auswirken, zur Einschränkung der Reisefreiheit, Drosselung der Internet-Geschwindigkeit oder höhere Steuern führen.

Eine unglaubliche Beschränkung, die hierzulande wohl undenkbar wäre, wird in China immer mehr zur Realität. Kein Wunder also, dass sich inzwischen Bürger Wege ausdenken, um dieses System zu umgehen. So werden z.B. fiktive Behörden gegründet, um auf diese Punkte Einfluss nehmen zu können. Die chinesische Regierung geht natürlich strikt gegen solche Vorfälle vor, um das eigene Sozial-System 2.0 zu schützen.

Zukunftsaussichten

Nach neusten Berichten von Golem will China nun sogar Ende 2019 Gesichtssinns einführen. Diese sollten bei der Vergabe von Internetanschlüssen oder Telefonnummern zum Einsatz kommen. Das könnte sicher ein ersten Brückenschlag zwischen Social Score und Psychopass sein. Was kommt also als Nächstes auf die Bürger Chinas zu? Im Anime werden z.B. Straftäter in Echtzeit von der Polizei analysiert und ein Entsprechende einschreiten der Polizei wird unterschiedlich ausfallen. Es könnte auch jeder Bürger permanent überwacht werden, wodurch diesen Menschen präventiv geholfen werden kann, bevor sie sozial absteigen oder drohen zu Straftätern zu werden.

Wir beobachten diese Entwicklung schon seit einiger Zeit in den internationalen Medien. Haben dies immer als ein unglaubliches Realexperiment betrachtet, da dies aber nun flächendeckend 2020 eingeführt werden soll,  war es uns wichtig über diese durch aus beängstigende Entwicklung zu berichten. Abschließend ist also zu sagen, dass der Psychopass wie im Anime sicher noch keine Realität ist, aber die Art und Weise, wie die Regierung seine Bürger immer mehr bewertbar und messbar macht, schon erschreckend ist.

Quellen

About Bastian Kerk

Ich bin Sebastian, Gründer eines Startups und Blogger. Ich bringe Menschen japanische Subkulturen näher und helfe ihnen diese zugänglich für sich zu machen. Inzwischen hat mich die Cosplay-Welt selber so begeistert, dass ich dieser Leidenschaft, unter dem Künstlernamen Bastian Kerk nach gehe.

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