Klein aber Fein – Die Franco 2019

Am Wochenende, den 13. und 14. Juli 2019, fand die alljährliche Franco in der Konzerthalle in Bamberg statt. Aussteller, Händler und Künstler füllten die drei Stockwerke der Halle, die Bühne zeigte ein spannendes Programm und die Besucher haben sich Informationen bei Workshops holen dürfen. Was jedoch die Franco von den anderen größeren Conventions in Bayern unterscheidet ist die familiäre Aura.

Eine Con wie jede andere auch, nur anders

Während die Besucher erst zur Eröffnung um 11 Uhr ohne Vorbestellung problemlos ihre Karten bei der Tageskasse holen konnten, durften die vorbestellten Karten von einer separaten Vorverkaufskasse schon ab 10 Uhr geholt werden. Bereits am Eingang sah man die ersten Stände der sieben Händler, die sich in der Ganzen ersten Ebene erstreckte. Sehr beliebt waren die Stände „Matrix“, der K-Pop Merchendice verkaufte und „Manga Mafia“, die mit Anime und Manga Merchendice sowie unterschiedlich große Luckyboxen punkteten.

Die Händler im Erdgeschoss

In der Kellerebene hatten die Organisatoren den Gamesroom aufgebaut. In dieser konnten Zocker sich mit den unterschiedlichsten Konsolen austoben. Darunter befand sich auch die alte Nintendo 64, sowie einer VR-Brille mit mehreren Spielen. Daneben gab es eine Fotoecke mit mehreren Hintergründen. So ließ man sich beispielsweise bei einer japanischen Teeparty fotografieren oder wählte einen grauen Hintergrund für die Instagram-Story.

Die oberste Ebene war der Künstler- und Ausstellerbereich. Ähnlich wie bei anderen Conventions präsentieren sechs Künstler selbstgemachte Lesezeichen oder zeichneten gegen etwas Taschengeld in ein ConHon. Die Aussteller, oder auch Präsentationsstände genannt, waren beispielsweise von den Ehrengästen oder wie bei „Japan Info“, von sich selbst Werbende.  Auch die neue, sich aufbauende Convention „InuCon“ in Nürnberg besaß einen eigenen Stand und wirbt für seinen Termin am 21. September diesen Jahres.

Regen füllte die Halle

Gamesroom der anderen Art

Am Samstag, den 13. Juli, waren laut Wetterbericht ein paar Schauer angesagt. Aber das hinderte keinen Besucher daran, sich mit einer Decke auf die Wiese unter die Bäume vor dem Gebäude bequem zu machen. Darüber hinaus nutzen Besucher die Kulisse direkt am Fluss um Fotos zu machen. Selbst als der Regen losging, wurde keiner panisch: Die, die keine Tickets hatten, stellten sich unter den Pavillons, die vor dem Gebäude platziert wurden, oder holten sich ein Ticket und gingen in die Halle. Die anderen, die ein Ticket besaßen, suchten sich einen trockenen Platz im Gebäude und ließen sich dort nieder.

Ebenso lud das Bühnenprogramm auch ein, den Regen zu überbrücken. So konnte man nicht nur die Showgruppe Hakuchô zusehen, sondern auch den Cosplayer des Franco Cosplaywettbewerbs anfeuern. Wer sich lieber Tutorials und Informationen über Cosplay beschaffen wollte, konnte dies bei den Workshops tun. Zwischen Perückenstylings bis hin zu richtiges Posen bei Fotoshootings boten die Workshops vielerlei Möglichkeiten an. Die zahlreichen Wettbewerbe der Franco am Samstag konnten ebenfalls vom Regen ablenken. Der Tag endete um 19 Uhr für die regulären Conbesucher.

Man vergesse den Bring&Buy Bereich nicht

Der Cosplayball, der um 19 Uhr begann, konnte nur von Besuchern betreten werden, die in dem Vorverkauf Tickets ergattern konnten. Der Bühnenbereich wurde geräumt und in zwei Bereiche aufgeteilt: Einerseits die Tanzfläche direkt vor der Bühne und anderserseits die Tische und Stühle zum Hinsetzen der Ballbesucher. Ganz traditionell konnten die Paare auf unterschiedlichsten Anime-, Disney- und Filmsoundtracks sämtliche Standardtänze tanzen. Am Ende des Balls, etwa um 23 Uhr, forderte die Orga und der DJ die ganzen Besucher auf, auf dem Lied „Macarena“ zu tanzen.

Fazination des DCM Vorentscheids

Während sich am Sonntag an den Ständen, sowie beim Gamesroom und Co nichts geändert hat, das Programm war wieder bunt gemischt. So lernte man unter anderem in einem Workshop das Zeichen vom „Kristall des Mondes“ oder Japanisch von „ShuuShuu“. Zusätzlich blieb draußen der Regen aus und bot dabei vielen Besucher die Chance tolle Fotos zu machen oder einfach auf der Wiese zu chillen. Und wer seine Zeit bei der Bühne verbrachte, konnte „BitterSweet“, „Gekijô“ oder „Scarlet Prince“ zusehen.

Die DCM Teilnehmer im 4. Vorentscheid auf der Franco

Das Highlight am Sonntag war der 4. DCM Vorentscheid diesen Jahres. Die Deutsche Cosplay Meisterschaft (DCM) wird von der FBM organisiert, dabei finden fünf Vorentscheide statt. Die Preisträger der Vorentscheide dürfen am 20. Oktober beim Finale der DCM auf der FBM teilnehmen. Die fünf Besten der Finales können sowohl jede Menge Gutscheine in Wert von einigen hundert Euro, als auch zwei Hightech Nähmaschinen oder sogar eine Reise nach Japan gewinnen.

Auf der Franco nahmen insgesamt acht Teilnehmerpaare teil. Beobachtet werden die Kritikpunkte „Allgemeine Eindruck“, „Styling“ und „Aufwand“ des Cosplays. So sangen sich zum Beispiel die Highshool Musical Teilnehmer vom Plastikstrand auf der Bühne ins Finale und auch Frodo gewann mit Sam den Einzug ins Finale auf fränkischer Art. Wer Interesse hat, dort mal teilzunehmen, kann sich auf der DCM Webseite für nächstes Jahr informieren.

Mit größter Wahrscheinlichkeit wird die DCM auch nächstes Jahr wieder einen Vorentscheid auf der Franco organisieren. Wer sich also diesen Wettbewerb kostengünstig anschauen möchte oder einen Ball besuchen möchte, dem wird auf der Franco nächstes Jahr gut aufgehoben sein.

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About kristy-uchiha

Angefangen mit Fanfiktion, einem Deidara Cosplay und einem Studium im Bereich Medienproduktion habe ich mein Hobby mit mein Leben verknüpft. Unter Kristy Uchiha bin ich auf Instagram, YouTube, auf jeder größeren bayerischen Convention und auf Twitter zu finden. Zudem bin ich einer der Organisatoren der TiCon in Würzburg.

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